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Zusammenhänge von Selbstbewusstsein und sozialem Umfeld

29. Mai 2010, Autor: puaA

Dinge wie soziales Umfeld, Selbstbewusstsein, Ausstrahlung und Erwartungen anderer Leute an einen selbst beeinflussen sich gegenseitig im Sinne eines Rückkoplungssystems. Äußerungen wie “Mir ist es egal, was andere Leute von mir denken!” hören sich zwar cool und unabhängig an. Aber die Identität von Leuten mit sozialem Leben und Mitgliedern sozialer Gruppen hängt doch auch immer zum Teil von deren Rollen in diesen Gruppen ab.

Selbstbild und Selbstbewusstsein beeinflussen Ausstrahlung

Wie man sich selbst einschätzt, beeinflusst Dinge wie Körperhaltung, Stimme und Verhalten im allgemeinen, was zusammen als Ausstrahlung von außenstehenden wahrgenommen werden kann.

Bist du beispielsweise sehr von dir selbst überzeugt, wirst du automatisch eine aufrechte Körperhaltung annehmen und dich klar, deutlich und verständlich mit tiefer Stimme ausdrücken. Kommst du mit dieser Nummer erfahrungsgemäß an, wirst du dich auch beim nächsten Kauf neuer Kleidung eher nach Dingen in einem Stil umsehen der zu dir passt und damit dein Selbstbild und deine Ausstrahlung in Zukunft noch weiter bestätigt.

Lucky Luke schreibt dazu auf “Der Glaube an sich selbst – Selbstvertrauen” folgenden Satz: “Die Qualität meiner Beziehungen reflektiert den Zustand meiner Psyche.

Ausstrahlung beeinflusst Feedback anderer

Eigenes Verhalten und Ausstrahlung wird von Menschen wahrgenommen, die dich umgeben. Deine Ausstrahlung bestimmt das Bild und die Meinung, die sie sich von dir bilden. Diese Meinungen beeinflussen wiederum, wie die Leute dich (bewusst oder unbewusst) behandeln, also das Feedback für dich.

Machst du beispielsweise einen schüchternen Eindruck, wird man dich eher mal korrigieren, dir dazwischen reden und dir irgendwelche Tipps geben, nach denen du nicht gefragt hast.

Behandlung anderer beeinflusst dein Selbstbild

Auch wenn es nicht gerne gelesen wird, dass andere uns beeinflussen, glaube ich trotzdem, dass das soziale Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitskollegen) und letztenlich auch das soziale Milieu maßgeblich zum Selbstbild von Leuten beitragen.

Beispielsweise kommen die wenigsten Maurer-Azubis mit Anzug in die Berufschule – die Lehrer dagegen schon eher. Ob es ihnen gefällt oder nicht: sie passen sich alle ihrem sozialen Umfeld und ihrer darin vorgesehenen Rolle an, um nicht anzuecken. Irgendwann glaubt man dann, man wolle so leben, denn letztenlich zwingt einen ja niemand, das anzuziehen, was man anzieht.

Persönliche Veränderungen

Ein soziales Umfeld kann einen bei der Persönlichkeitsentwicklung unterstützen oder ausbremsen. Recht eindrucksvoll erkennt man das in der Geschichte “Das Umfeld“, in der ein Mann seine starke persönliche Veränderung nach einem radikalen Wechsel seines sozialen Umfeldes beschreibt. Auch in der Pickup Community habe ich mehrfach Berichte darüber gehört, dass Leute erst dann wirklich erfolgreich mit Frauen wurden, als sie ihren Freundes- und Bekanntenkreis entsprechend wechselten. So lange der Freundeskreis tolerant gegenüber persönlichen Veränderungen ist, oder diese sogar unterstützt oder anregt, ist ja alles ok. Wahrscheinlicher scheint mir aber leider, dass das soziale Umfeld, was einen ja irgendwann schon mal zu dem gemacht hat, was man ist (im positiven und neagtiven Sinne), auch bestrebt ist, diesen Zustand zu halten. Die Fähigkeiten, neue Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen, und die Bereitschaft, weniger Zeit mit den Leuten “von früher” zu verbringen, können daher zur echten Erfolgseigenschaft bei der Persönlichkeitsentwicklung werden.

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